20.06.16: Die Auswirkungen von Sharia-Gerichten in Europa

Aus Anlass des Welthumanistentags 2016 laden die Berner Freidenker zur Veranstaltung mit Dr. Elham Manea, Politologin und Privatdozentin an der Uni Zürich. Sie stellt ihr eben erschienenes Buch Women and Shari’a Law: The Impact of Legal Pluralism in the UK vor. Darin beleuchtet sie die Errichtung von Sharia-Räten und -Schiedsgerichten in Grossbritannien.

41YFoFp78RLSie zeigt die Konsequenzen unterschiedlicher Rechtsordnungen für verschiedene Bevölkerungsgruppen – ein Ansatz, der auch schon für die Schweiz postuliert wurde. Der Fokus liegt dabei, wie der Titel des Buches verrät, auf den Frauen.

Elham Manea hält ihren Vortrag auf Deutsch.

 

Vatter Business Center, Bärenplatz 2, 3011 Bern
Raum Adrian Frutiger, 2. Stock.

Türöffnung 18:45, Beginn 19:00.
Eintritt frei, Kollekte. Mit anschliessendem Apéro

23.06.16: Null Acht Vierzehn — Wie normal ist Autismus?

Veranstaltungshinweis

Humanistinnen und Humanisten in aller Welt zelebrieren jeweils am 21. Juni ihren eigenen Feiertag: Der Welthumanistentag steht Jahr für Jahr im Zeichen der Toleranz, der Menschlichkeit und der persönlichen Freiheit jedes und jeder Einzelnen. Auch die FreidenkerInnen in der Schweiz organisieren jeweils um den 21. Juni herum Veranstaltungen, die den Menschen feiern und ins Zentrum des Interesses stellen. Oftmals auch besondere Menschen, die in unserer Gesellschaft kaum Beachtung finden.

In einer humanistischen Gesellschaft hat jede und jeder das Recht, sich nach ihren oder seinen Fähigkeiten frei zu entfalten. Eine humanistische Gesellschaft gibt allen die hierfür notwendigen Werkzeuge in die Hand. Sie bietet Hand, wo Hilfe gebraucht wird. Sie gibt auch Menschen einen Raum, die in dieser oder jener Weise anders sind als die meisten. Wer anders ist als der Mainstream, gehört nicht «schon aus Prinzip» zurechtgeklopft und umgeschult. Wer anders ist, ohne damit jemandem zu schaden, braucht Werkzeuge und Hilfen, mit denen er den von ihm oder ihr gewählten Platz in der Gesellschaft selbstbestimmt finden und gestalten kann. Wer anders ist, will dennoch verstanden und in die Gesellschaft aufgenommen werden. Wir sind nur dann eine menschenwürdige, humanistische Gesellschaft, wenn wir dazu in der Lage sind, Andersartige nicht nur zu tolerieren, sondern zu akzeptieren.

Auch Menschen mit Autismus sind «anders». Viele von ihnen leiden nicht nur an der mit Reizen überfluteten Gesellschaft, sondern auch an unserem Umgang mit ihnen: Da sind zweifelhafte Erziehungs- und Therapiemethoden, mit denen viele von ihnen in ihrer Kindheit und Jugend malträtiert werden. Sie leiden unter Vorurteilen, die unsere Gesellschaft ihnen entgegenbringt. Dies nicht trotz, sondern auch wegen Hollywood (Rainman & Co.). Darum widmen die Zürcher FreidenkerInnen ihnen die diesjährige Veranstaltung zum Welthumanistentag.

Wie aber gibt man Menschen eine Plattform, die genau aufgrund ihrer Andersartigkeit dem Rampenlicht eher ausweichen? Ganz einfach: Man findet zwei Mutige, die sich trotzdem in die Öffentlichkeit stellen. Wir freuen uns deshalb sehr darüber, dass wir am 23. Juni 2016 im Volkshaus Zürich diese zwei werden begrüssen dürfen.

Buchcover zu VerstörungstheorienMarlies Hübner hat ihre Diagnose «Autismus» erst im Erwachsenenalter erhalten. Den Umgang damit und mit einer für sie komplizierten und reizüberfluteten Umwelt hat sie in ihrem ersten Buch verarbeitet, das Anfang März beim Verlag «Schwarzkopf & Schwarzkopf» erschienen ist. Sie wird für uns aus ihrem Werk lesen. Es heisst «Verstörungstheorien — Die Memoiren einer Autistin, gefunden in der Badewanne».

Buchcover Goodbye, Jehova!Die zweite Lesung des Abends wird Misha Anouk halten. Auch der bekannte Slam Poet ist Autist sowie Autor. Nach Marlies Hübners Lesung wird er ein paar seiner besten Texte vortragen zu Themen wie Autismus, Ausgrenzung, Sexismus und zu seiner Zeit bei den Zeugen Jehovas. Sein eigenes autobiografisches Buch dürfte viele FreidenkerInnen besonders interessieren. Es dreht sich weniger um Autismus, sondern um Misha Anouks Ausbrechen aus der Sekte der Zeugen Jehovas. Es erschien im Herbst 2014 und heisst «Goodbye, Jehova! — Wie ich die bekannteste Sekte der Welt verliess».

Beide Bücher sind vor Ort am Büchertisch zu haben. Die AutorInnen werden auch Zeit haben für eine Fragerunde zum Thema Autismus und werden ihre Bücher auf Wunsch nach den Vorträgen signieren. Der Eintritt beträgt 15 Franken, ist aber für Mitglieder der FreidenkerInnen gratis.

Tipp! Es gibt zwar keinen Vorverkauf. Wer aber von weiter her anreist, mag sich vielleicht gerne einen Platz reservieren. Hierfür bitte eine Mail an zuerich@frei-denken.ch schreiben, am besten mit Betreff «Reservierung WHT» und mit den Namen und Vornamen für die zu reservierenden Plätze. Kurz vor Beginn der Veranstaltung (also etwa ab 19:55) werden wir notfalls anfangen, die nicht beanspruchten reservierten Plätze an andere abzugeben. Bitte versucht deshalb, möglichst kurz nach Türöffnung da zu sein. Merci. Und wir freuen uns alle riesig!

Wann: Zürich, Donnerstag, 23. Juni 2016, 20:00 Uhr, Türöffnung 19:30
Wo: Volkshaus, «Blauer Saal», Stauffacherstrasse 60, Zürich

Kontakt: FreidenkerInnen Zürich, 8000 Zürich, zuerich@frei-denken.ch